Advent

Bei dem Benediktinermönch Anselm Grün habe ich das folgende Gebet zum Advent entdeckt:

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Guter Gott, in der Adventzeit warten wir auf das Kommen deines Sohnes.

Wir erwarten sein Kommen in jedem Augenblick, da er an die Tür unseres Herzens pocht, um es für deine Liebe aufzuschließen. Und wir erwarten sein Kommen am Ende der Welt, da er alles mit seinem Heil erfüllen wird. Wir erwarten den Kommenden und wissen doch, dass er schon bei uns ist. Wir bitten darum, dass Jesus zu uns kommt, damit wir endlich bei uns selbst ankommen. Denn wir sind oft nicht bei uns, haben unsere Gedanken ganz woanders.

Lass diese Adventzeit für uns eine gesegnete Zeit werden –

eine Zeit, in der wir ankommen bei uns selbst und in diesem Augenblick. Lass durch das Warten auf deinen Sohn unser Herz weit und offen werden, damit er wirklich in unser Herz eintreten kann.

Bring uns in Berührung mit der Sehnsucht nach dem Heil, das durch deinen Sohn zu uns gekommen ist und in jedem Augenblick zu uns kommen möchte.

Verwandle in dieser Zeit des Advents unsere Süchte, die uns immer wieder gefangen halten in Sehnsucht.

Schenke uns die Gewissheit, dass in der Sehnsucht nach dem Kommen deines Sohnes, dein Sohn schon angekommen ist in unserem Herzen und unser Herz mit Liebe erfüllt.

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Heute treffen sich im Gemeindehaus, um 10.30 Uhr, bzw. um 19.00 Uhr zwei Hauskreise.

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Heute ist nicht nur Mittwoch

u-turn

Heute ist Buß – und Bettag!

 

 

Dieser Tag erinnert mich an einen alten Autofahrerwitz.

Der Autofahrer ist mit seinem Wagen auf der Autobahn unterwegs. Im Radio hört er die Verkehrsdurchsagen. Es wird vor einem Geisterfahrer gewarnt und zwar genau auf dem Autobahnabschnitt, den er gerade durchfährt. Der Warnhinweis veranlasst den Fahrer zu der Bemerkung. „Was? Einer? Hunderte!“

 

Der Buß- und Bettag lädt uns ein innezuhalten, zu überlegen: „In welche Richtung bewegt sich mein Leben?“ Das lässt sich auch anders formulieren: „In welche Richtung bewege ich mich?“

Gleichzeitig hat der Buß – und Bettag eine großartige Nachricht parat. Sie lautet: „Es ist nie zu spät umzukehren! Du kannst umkehren!“

Zugegeben, es braucht viel Mut dazu, sich einzugestehen: „Ich bin in der falschen Richtung unterwegs.“ Deshalb ist der Buß – und Bettag kein Tag für Feiglinge. Allerdings ist er der Supermittwoch für alle, die neu anfangen wollen.

 

Jesus sagt:

„Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium (Markus 1,15)!“

 

 

Aus der Gemeinde:

Der Bibelgesprächskreis, um 10.30 Uhr, wie der Hauskreis, um 19.00 Uhr, entfallen heute.

Dafür ist heute

ein GEBETSABEND.

Gestartet wird um 18.00 Uhr mit einem leckeren Abendessen. Danach gibt es eine Andacht und wir beten für unsere Gemeinde, die Stadt und unser Land.

Mit dir wird der Gebetsabend lebendiger!

Amen!

Die Bibel stellt uns Gott als einen lebendigen, persönlichen Gott vor. Er ist kein stummer Götze sondern sucht die Verbindung mit den Menschen. Im Gebet erlaubt er uns, sich ihm zu öffnen, mit ihm zu reden. Dabei sieht er „in unser Herz“. Er weiß, was hinter den Worten steht. Deshalb können wir mit ihm reden, wie es uns ums Herz ist. Die Worte müssen nicht sorgfältig gewählt und grammatikalisch korrekt sein. Andererseits ist es kein Selbstgespräch sondern unser Gegenüber ist der Herr der Welt! Wir möchten Mut machen, das Gespräch mit Gott zu suchen. Vielleicht fällt das Beten anfangs schwer. Werden Sie nicht mutlos. Beten kann man lernen.

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Mittwoch

Mittwoch – die Mitte der Woche – mittendrin

Mittendrin – sind Menschen nicht nur in der Woche.

Mittendrin sind sie in der Arbeit.

Mittendrin sind sie in Beziehungen.

Mittendrin sind sie in Gedanken und Sorgen,

Mittendrin sind sie in Aktivitäten und Vorbereitungen,

Mittendrin sind sie in Begeisterung und tollen Erlebnissen,

Mittendrin sind sie – mittendrin im Leben.

 

Danke, HERR Jesus Christus,

dass ich mittendrin im Leben bin.

Danke, HERR Jesus Christus,

dass du mittendrin bist,

denn Du bist das Leben.

 

Der Psalmbeter sagt: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir (Psalm 139,5).“

Der Beter ist mittendrin – bei dir.

Ein Leib

HERR Jesus Christus,
in deinem Namen sind wir zusammen.
Du bist mitten unter uns.

Lass uns ruhig werden.
Lenke unsere Sinne auf dich.
Lass uns deine Stimme hören.

Wir sind unterschiedliche Menschen –
durch dich gehören wir zusammen.

Wir sind dankbar für alle, die mitarbeiten.
Gib ihnen deinen Geist,
Phantasie, Geduld und
Verständnis füreinander.

Lass das Vertrauen zu dir wachsen,
stärke unsere Hoffnung,
die in Angst und Tod trägt.

Amen!

Der Weg, die Wahrheit, das Leben

Michl Graff

Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

(Johannes 14,5-6)
Im Wallis, zu zweit auf einer langen Tour. Es war spät geworden, und längst war die Lust Mühsal geworden. So kamen wir zu einem Sennhirten, der uns eine Abkürzung zeigte, einen kleinen Hirtensteig. Man müsse freilich schwindelfrei sein!
Der Mann hatte uns nicht zu viel versprochen. Kein Geländer half, und die verrosteten Seile wirkten nicht beruhigend. Da war der Weg. Da war der Abgrund. Da war die Angst. Da war das Vertrauen. Und wir waren beide stiller als sonst und gingen Schritt für Schritt und kamen an.
Wenn ich die Bibel nicht mehr haben dürfte und wenn mir eine Krankheit das Gedächtnis raubte, wollt ich wenigstens dieses Wort behalten, dass Jesus mein Weg ist, meine Wahrheit, mein Leben. Ich wollte nicht wissen, wohin es geht und wie lange es dauern wird und ob wir garantiert ans Ziel kommen. Ich wollte nur am Rand des Abgrunds ihn erkennen, den armseligen, herrlichen Weg. Nicht tanzen wollte ich da, nicht rennen, nicht nebeneinander marschieren, nicht überholen und drängeln wie so oft auf den Straßen dieser Weltzeit. Nur gehen: durch Ihn und mit Ihm und in Ihm.